Jeder Sportler ist ein Sieger.
Das ist der Unterschied.

Die Schwelmer handicap-Mannschaft stellt sich vor

Mit dem Wunsch unseren schönen Sport und die Ziele im Behindertensport zusammenzubringen entstand Anfang 2000 in Westfalen die Idee, ein integratives Ruderprojekt für Menschen mit geistigen Behinderungen der Lebenshilfe Schwelm zu verwirklichen.

Unser Vorbild war das Projekt „Integratives Rudern“ des Landesruderverbandes Berlin, das seit 1999 im Rahmen der Berliner Sommerregatta Rennen für Menschen mit verschiedenen Behinderungen anbietet.
Die Betreuer in Berlin arbeiten seit 1993 professionell mit Sportlern mit vorwiegend geistigen Behinderungen.

Es zeigte sich, dass körperliche und geistige handicaps kein Hindernis im Rudersport darstellen, wenn die Sportler mit der notwendigen Liebe, Fürsorge und Geduld trainiert werden und mit Phantasie, Improvisationstalent und vor allem Humor betreut werden. Das Team des Projektes hatte es in seiner Arbeit geschafft, Menschen mit Behinderungen Zugang zu einem Sport zu verschaffen, der für sie bisher unerreichbar war, obwohl er aus medizinischen, pädagogischen und psychologischen Gründen gerade für Menschen mit Behinderungen besonders gut geeignet ist.
Ein wichtiges Ziel dieses Weges ist es, den Rudersport innerhalb der Vereine möglichst vielen Menschen mit handicaps zu ermöglichen und Akzeptanz und Integration weiter auszubauen.

Bei der Auslagerung der Einzelprojekte in die Vereine wurde das Berliner Projekt umgewandelt in den Förderverein Wassersporthandicaps e.V., siehe www.wassersporthandicaps.de

Die Begeisterung der stolzen Sportler kam auch nach Westfalen. Anfangs haben wir beim RC „Mark“ Wetter trainiert und sind dann zum Wassersportverein Ennepetal, WVE, gewechselt. Der langjährige Vereinsvorsitzende und Vereinsgründer ist der Vater einer unserer Sportler aus der Wohnstätte.
Der WVE arbeitet seit 2003 mit ca. 8 Sportlern mit geistigen Behinderungen der Lebenshilfe EN/Hagen in 14täglichem Abstand zusammen. Der Integrationsgedanke über Vorurteile hinaus wurde lebendig durch die gemeinsame Freude an unserem Sport. Die Vereinsmitglieder haben ihre neuen Ruderkameraden schnell und erfreut in ihrem Kreis begrüßt und sie in das Vereinsleben integriert.

Der WVE empfindet die Sportler mit Behinderungen als Bereicherung für den Verein und hofft auf eine dynamische Entwicklung auch für andere Vereine und für den Wassersport allgemein.
Wir möchten Zeichen setzen für diese wichtige Entwicklung, von der hoffentlich noch viele Sportler profitieren werden.

© 2014 B. Hensler